bibeltext

Markus 15,16-33

Alle Bösartigkeit des Menschen kommt beim Tod Jesu zusammen. Nicht nur das qualvolle Sterben am Kreuz, nein, auch den Spott und Hohn muss Jesus ertragen.

„Das Kreuz erinnert uns an alle Kreuze, die auf dieser Welt noch stehen.“.

Gott scheint uns fern im Leid. Und doch hoffen wir, dass er den leidenden Menschen nahe ist und sie ins Recht setzt. Dass es einen Tag gibt ohne Hohn und Spott.

Dass Gott sie krönt.

 

GL

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Bibel

Ps 8
Ps 39
Ij 1-3.40-42
Jes 52,13-53,12

Taizé

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Die Soldaten aber führten ihn ab, in den Palast hinein - das ist das Prätorium -, und sie rufen die ganze Kohorte zusammen. Dann ziehen sie ihm einen Purpurmantel an und setzen ihm eine Dornenkrone auf, die sie geflochten haben. Und sie fingen an, ihn zu grüßen: Sei gegrüßt, König der Juden! Und sie schlugen ihn mit einem Rohr aufs Haupt, spuckten ihn an, beugten die Knie und huldigten ihm. Und nachdem sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpurmantel aus und zogen ihm seine Kleider wieder an. Und sie führen ihn hinaus, um ihn zu kreuzigen.

Und sie zwingen einen, der gerade vorbeigeht, Simon aus Kyrene, der vom Feld kommt, den Vater des Alexander und des Rufus, ihm das Kreuz zu tragen. Und sie bringen ihn an den Ort Golgota, das heißt 'Schädelstätte'. Und sie gaben ihm Wein, der mit Myrrhe gewürzt war; er aber nahm ihn nicht.

Und sie kreuzigen ihn und teilen seine Kleider unter sich, indem sie das Los darüber werfen, wer sich was nehmen dürfe. Es war aber die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. Und die Inschrift, die seine Schuld angab, lautete: König der Juden.

Und mit ihm kreuzigen sie zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. Da ging das Schriftwort in Erfüllung: Und zu den Missetätern wurde er gerechnet.

Und die vorübergingen, verwünschten ihn, schüttelten den Kopf und sagten: Ha, der du den Tempel niederreißt und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst und steig herab vom Kreuz! Ebenso spotteten die Hohen Priester untereinander mit den Schriftgelehrten und sagten: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Der Messias, der König Israels, steige jetzt vom Kreuz herab, damit wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, verhöhnten ihn.

Und zur sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloi, eloi, lema sabachtani!, das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen! Und einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija! Da lief einer hin, tränkte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken, und er sagte: Lasst mich, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt.

Da stieß Jesus einen lauten Schrei aus und starb.

Markus 15,16-33

 

Lassen Sie den Text ein wenig wirken. Wenn Sie möchten, können Sie mit diesen Fragen den Text vertiefen:

  • Welche Menschen leiden heute noch unter psychischer und physischer Gewalt?

  • Was können Sie diesen Menschen Gutes tun?

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Sie finden es im auch sonst sehr empfehlenswerten Buch: "Die Bibel, nacherzählt von Philippe Lechermeier", Münster, 2014 auf Seite 355.

W

  • Betrachten Sie das Bild von Rébecca Dautremer zu Karfreitag. Welchen neuen Sinn von Karfreitag können Sie in diesem Bild erkennen?